Selbstverständlich

Kaum jemand ist dafür, dass man einen Menschen für seine politische Ideen einsperrt. Trotzdem geschieht es überall auf der Welt. Das weiss auch der Chinese Liu Xiaobo, der Friedensnobelpreisträger 2010. Die Sprache der Spreyer scheint so universell wie Ideen, die sich nicht einfangen lassen. Gut, dass die Freiheitsbotschaft auf einem Güterwagen steht. So kommt sie in der Welt herum, und bleibt nicht eingesperrt. Die Botschaft.

 



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Rigi hell:
Was J.W. Goethe sah

Auf der Welle blinken 

Tausend schwebende Sterne

Liebe Nebel trinken 

Rings die türmende Ferne 

Morgenwind umflügelt 

Die beschattete Bucht 

Und im See bespiegelt 

Sich die reifende Frucht

15. Junius 1775




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Wut

Tausende fahren jeden Tag an der Wut vorbei. Aber kein Zug hält an der Station Wut. Die Wut hat keinen Bahnhof, kein Signal und keine Barriere. Aber die Wut ist da. Im Bauch und an der Mauer, als gespreyter Aufdruck und Ausdruck. Wut wächst, wie eine Orchidee, sie kommt ist da und verwelkt. Es kommt drauf an, wo jeder ist, wenn die Wut ausbricht. Bei Wut zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort - und man ist weg.

 



Ist Krieg?

Im bieder-braven Winterthur, Schweiz, gehen sie um mit ihren schwarzen Spraydosen. Sie schreiben auf graue Wände, was auf den Fingern brennt. Ihre Botschaften sind klar und schnörkellos. Wir können diese Botschaften ernst nehmen oder sie belächeln. Die Stadt könnte sie wegmachen. Winterthur lässt die Botschaften stehen. Als Zeichen der Toleranz oder von Geiz?





VW-Taxi-Käfer - bald ausgekrabbelt

Jahrzehntelang haben auf Mexikos Strassen die VW-Käfer das Taxigewerbe dominiert. Der Käfer liegt im Sterben. Die VW-Werke in Puebla haben aufgehört, das Gefährt zu produzieren und konzentrieren sich auf den New Beatle. Und das mexikanische Gesetz verlangt, dass Taxi neu vier Türen haben müssen. Es wird eng für den alten VW-Käfer. Noch rollt er.




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Sidi Areal, Winterthur
Seide - Hauspiraten - Schöner Wohnen


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Mais in Mexiko

Mexiko ist ohne Mais nicht denkbar. Mais ist im Land der Azteken Kultpflanze und Nahrungsmittel, Symbol für Identität und Gemeinsamkeit, Ausdruck von Kraft und Armut. Das Leben von Millionen Mexikanerinnen und Mexikaner hängt am Mais, weil sie davon jeden Tag essen, essen müssen, weil es manchmal nicht viel anderes zu essen gibt.


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Danzón

Sie bewegen sich im Rythmus des Danzón, diesem sinnlichen Tanz, der über Kuba nach Veracruz in die mexikanische Metropole gekommen ist. Der Danzón-Event ist Bewegungs-Therapie, Begegnungs-Club, Medizin gegen Altersvereinsamung, Verjüngungskur und Gegengift für steife Gliedmassen. Die Tänzerinnen und Tänzer erscheinen im weissen Gewand und im weissen Sombrero, und die Zeit scheint still zu stehen.


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